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Intervention und Hilfestellung

Broschüre zu antisemitischen Codes und Chiffren

Antisemitische Einstellungen sind in der Gesellschaft verbreitet, werden aber nicht immer offen kommuniziert. Oft werden sie in codierter oder chiffrierter Form – zum Beispiel in Bildern, Symbolen und Memes – transportiert. In einer neuen Broschüre zu diesem Thema geht das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) auf die Herkunft und Bedeutung verschlüsselter Formen des Antisemitismus ein, sensibilisiert für seine verdeckten Ausdrucksformen und beleuchtet seine Wirkung als Brückennarrativ.

Die in der Broschüre angeführten Beispiele entstammen verschiedenen Phänomenbereichen, mit denen sich das BfV befasst: Rechtsextremismus, Linksextremismus, auslandsbezogener Extremismus und Islamismus. Die Ausarbeitung richtet sich vor allem an Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal sowie an interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Was ist Antisemitismus?

Antisemitismus beschreibt ablehnende, feindselige oder gewaltvolle Einstellungen gegenüber Jüdinnen und Juden beziehungsweise gegenüber Menschen, die als jüdisch wahrgenommen werden. Dabei werden Betroffene nicht als individuelle Personen betrachtet, sondern auf eine vermeintliche Zugehörigkeit zu einer homogenen Gruppe reduziert. Damit einhergehende pauschalisierende und abwertende Zuschreibungen bestimmter Eigenschaften oder Verhaltensweisen haben mit der Realität wenig bis nichts zu tun.

Jüdische Menschen, das Judentum oder auch der Staat Israel werden zur Projektionsfläche für gesellschaftliche Unsicherheiten, Krisenerfahrungen oder Unzufriedenheit gemacht. In einer als komplex und schwer überschaubar wahrgenommenen Welt wird ihnen dabei oftmals pauschal Verantwortung für vielschichtige Entwicklungen zugeschrieben.